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Frau Müller muß weg – neu

Beschreibung und Rezension zum Film und Theaterstück Frau Müller muß weg geschrieben von Sönke Wortmann aus dem Jahr 2015

Dominic vom-Residenz-Garten®

Ein Projekt von
Marion Schanné
©   Dominic vom-Residenz-Garten®
eingetragen beim deutschen Patent- und
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Marion Schanné – Herausgeberin

  • Wie social media mein Leben verändert hat

mit einem Vorwort von Dominic v.R.

Hunde … lustige Erzählungen

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Hunde wie im richtigen Leben…

Lausitäten – Sinnvolle Maßnahmen gegen tödliche Langeweile

Ich belle erst einmal ein fröhliches “Wuff” in die Runde und stelle mich am besten gleich vor: Ich bin ein fünfundsechzig Zentimeter großer, beigefarbener Wundertütenhund mit halblangem Zottelfell, einem rechten Steh- und einem linken Kippohr. Meine Name ist “Lauser”. Solche Namen können nur Menschen uns Hunden verpassen. Weder habe ich Läuse noch Flöhe. Zudem hätte ich es bevorzugt, “Herr Lauser” genannt zu werden. Meine Chefin gab mir den Namen zwar nicht, weil ich ein vierbeiniger Ungeziefertransporter bin, sondern weil ich fortwährend irgendwelche “Lausitäten” im Kopf habe. Das macht die Sache – und den Namen – aber nicht besser. Ich beschäftige mich täglich auf höchstem kreativen Niveau, nenne diese Beschäftigungen “Ergreifung sinnvoller Maßnahmen gegen tödliche Langeweile”, und sie verbucht meine genialen Einfälle unter “LAUSITÄTEN”!

Gestern musste meine Chefin arbeiten. Das tut sie dreimal in der Woche. Ich bin dann immer vier Stunden alleine zu Hause. Anfangs hat sie mich mit ins Büro genommen. An meinem dritten Arbeitstag war meine berufliche Karriere allerdings beendet, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte. Hinsichtlich einer geordneten Ablage drifteten meine Ansichten mit denen des Herrn Bürovorstehers zu weit auseinander. Seiner Meinung nach sollte von A bis Z und von eins bis zehntausendpiependeckel alles chronologisch aufsteigend sortiert sein. Ich fand das eher spießig und habe in einem unbeobachteten Moment das System ein wenig aufgepeppt. Innerhalb weniger Minuten gelang es mir, die Papiere lustig auf dem Boden zu verstreuen. A4-Formate verkleinerte ich auf A5, und mit meinen Eckzähnen stanzte ich geschickt einige Löcher mehr in jedes Formular. Letzteres fand ich besonders originell, war es doch nun möglich, die Papierchen auch über Mittel- und unzählige zusätzliche Seitenlöcher in die Ordner zu heften. Richtig stolz war ich auf mein Schaffenswerk. Dass Frauchen fast in Tränen ausgebrochen wäre, als sie vom kurzen Toilettengang ins Büro zurückkehrte, verstand ich nicht. Der Bürovorsteher verpasste mir die fristlose Kündigung und meiner Chefin eine Abmahnung, weil sie “die Töle” nicht angebunden hatte. “Kettenhaltung ist verboten, du Schnarchnase”, hätte ich ihm am liebsten ins Ohr gebellt. Wie auch immer, für einen Bürojob bin ich scheinbar überqualifiziert.

Meine Chefin ließ nach meinen missglückten Büroprobetagen eine Hundeklappe in die Haustür einbauen. Ich kann also raus in den Garten und wieder hinein in die Wohnung – genial! Manchmal ist meine Chefin wirklich auf Zack! Weil das Wetter gestern Vormittag erste Sahne war, hielt ich mich natürlich im Garten auf. Nebenan friemelte die Frau Kaspiralowski unermüdlich Unkraut aus ihren Blumenbeeten. Ich wollte ihr fast schon meine Hunde Hilfe anbieten, weil vier kräftige Hundepfoten wesentlich besser und schneller etwas ausgraben können, als zwei degenerierte Menschenhände. Letztendlich besann ich mich aber. Meine gut gemeinte Unterstützung im Büro war schließlich auch auf Granit gestoßen! Ich beließ es dabei, Frau Kaspiralowski zuzuschauen und derweil die wohltuenden Sonnenstrahlen zu genießen. Fast wäre ich bei dieser Observation eingenickt, da fiel die gute Frau Nachbarin aus heiterem Himmel mitten ins Blumenbeet. Meine Chefin ist kürzlich beim Gassigang über eine Wurzel gestolpert. Dass Menschen manchmal in Sekundenschnelle zu Bodendeckern mutieren, war mir also nicht fremd. Doch im Gegensatz zu Frau Kaspiralowski stand die Chefin – zwar lauthals fluchend – doch im Nu wieder auf den Beinen. Frau Kaspiralowski hingegen blieb liegen! “Komisch“, dachte ich. “Wenn sie müde ist, könnte sie sich doch ein Stündchen auf ihr gemütliches Sofa legen!” Die Spannung in mir wuchs. Wie lange würde sie wohl schlafen? Ich hielt die Nase in den Wind und nahm einen mir fremden Geruch wahr. Geruhsamer Schlaf riecht anders. Aus dem Nachbargarten kam eine höchst eigentümliche, mich beunruhigende Ausdünstung herüber. Irgendetwas stimmte nicht! Wenn ich nervös werde, muss ich bellen, und wenn ich erst einmal belle, dann höre ich so schnell nicht wieder auf. Ein penetranter Kläffer bin ich nicht, aber Alarm ist eben Alarm!

Prompt öffnete sich im ersten Stock das Fenster. Herr Ludwig, von Beruf Hunde feind und notorischer Nörgler, brüllte sich zu Wort: “Schnauze blöder Hund, sonst rufe ich das Ordnungsamt!” Na, das war mir doch so was von egal! Im Gegensatz zu den sonst üblichen Schimpfkanonaden blieb es erstaunlicherweise bei dieser kurzen, sinnfreien Maßregelung. Frau Kaspiralowski lag derweil immer noch regungslos im Blumenbeet. Kurzentschlossen sprang ich mit einem gewaltigen Satz über den Jägerzaun, um nach dem Rechten zu sehen. Ich schnüffelte Frau Kaspiralowski von oben bis unten ab und leckte ihr, in Ermangelung eines nassen, kalten Waschlappens, mit meiner Riesenzunge übers Gesicht. Tatsächlich öffnete Frau Kaspiralowski auf Anhieb die Augen. Feuchtigkeit und Mundgeruch können einiges bewirken! “Lauser, ja was machst du denn hier? Mir wurde plötzlich so schwindelig.” Frau Kaspiralowski hatte noch nicht ganz ausgesprochen, da stand bereits ein Krankenwagen vor dem Haus. Herr Ludwig hatte scheinbar vom Fenster die Nachbarin im Blumenbeet liegen sehen und ausnahmsweise einmal geschaltet! Frau Kaspiralowski erholte sich schnell von der kleinen Kreislaufschwäche. Als Dankeschön für meine lautstarke Rettungsaktion schenkte sie mir einen riesigen Büffelhautknochen!

Meine Chefin ist ziemlich stolz auf mich. Endlich weiß sie meine “Lausitäten” zu schätzen. Das Büro kann mich kreuzweise! Mein neuer Job entspricht perfekt meinem Intellekt. Drei Tage in der Woche helfe ich jetzt Frau Kaspiralowski bei den Gartenarbeiten. Komisch, wenn sie mit mir spielt und ich dabei fröhlich belle, bleibt das Fenster von Herrn Ludwig geschlossen!

Ende Teil 1

Hunde herzerfrischende Stories... ©. Residenzgarten ®

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