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Frau Müller muß weg – neu

Beschreibung und Rezension zum Film und Theaterstück Frau Müller muß weg geschrieben von Sönke Wortmann aus dem Jahr 2015

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Marion Schanné – Herausgeberin

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mit einem Vorwort von Dominic v.R.

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Texter-Übung

Trainingsspiel für Texter

Übung:

Kurzgeschichte mit: Mausoleum – Hebamme – Toupet

„Mama, Mama, ich war mit Oma in einem Mauseloch! Und der liebe Gott war auch da!“ Stürmisch begrüßte mich Jenny, die das Wochenende mit meiner Mutter verbracht hatte.

„Hallo Mutti, hallo Jenny“, weiter kam ich nicht, denn meine 5-jährige Tochter plauderte wie ein Wasserfall.
Während meine Mutter mir eine Tasse Kaffee einschenkte, erzählte Jenny munter weiter.
Wir saßen im Garten und schmunzelten über Jenny´s Mitteilungsbedürfnis.

Begeistert legte Jenny sich ins Zeug: „Also Mama, hör´ mir gut zu!“ Diese Formulierung hat Jenny von meiner Mutter übernommen.

„Oma und ich sind mit dem Zug nach Schwandorf gefahren. Das ist da wo Regensburg ist und Oma´s Freundin lebt. Die hat schon hunderte Babys auf die Welt gebracht und jetzt hat die eine halbe Glatze. Mama, ich will gar keine Glatze haben!“
Jenny rutschte vom Stuhl und lief zum Sandkasten. Mit ihrer Puppe Claudia buk sie Sandkuchen.

„Ja Mutti,“ forderte ich meine Mutter liebevoll auf, „ dann erzähl´ Du mal von Eurem Abenteuer in der Oberpfalz.“
„Gerne mein Kind,“ erwiderte meine Mutter, schob mir den Kuchen rüber und begann zu berichten.

„Meine Freundin Petra, die übrigens nicht mehr als Hebamme arbeitet, hat uns in Schwandorf vom Bahnhof abgeholt. Mit ihrem Auto fuhren wir nach Schwarzenfeld. Die Fahrt dauerte nur ein paar Minuten und die anschließende Stunde im Naturbad am Sportplatz ließ uns rasch die lange Zugfahrt vergessen.“

In Gedanken fühlte ich mich in meine eigene Kindheit versetzt. Mutti war auch mit mir öfters in Schwarzenfeld bei ihrer Freundin Petra gewesen. Die Stimme meiner Mutter holte mich in die Wirklichkeit zurück.

„Heute Vormittag haben wir das Mausoleum der Grafen von Holnstein besichtigt. Petra verlor mitten in der Ahnengruft ihr Toupet. Jenny schrie erschreckt: Hilfe, Hilfe! Eine Fledermaus hat meiner neuen Tante die Haare vom Kopf gefressen! Jetzt ist sie auf den Boden gefallen!“

Meine Mutter lachte vergnügt los und bei dieser Vorstellung musste auch ich lachen.

„Petra zeigte sich wenig beeindruckt. Mit der einen Hand hob sie ihr Toupet vom Boden, an der anderen hatte sie Jenny. Petra lächelte mir zu und verließ würdevoll den Ort des Geschehens.“

„Wow, das ist Petra, wie ich sie in Erinnerung habe,“ unterbrach ich, um meine Anerkennung kundzutun.

Texter„Ja, Petra ist wirklich eine bewundernswerte Persönlichkeit. Trotz Mobbing im Job, Krebs und Chemo hat sie nichts von ihrer ansteckenden Lebensfreude verloren.“

Texter Allerlei