Frontotemporale Demenz Texte Texterin Marion Schanne und andere freie Texter und Autoren.

Was ist Frontotemporale Demenz

Bei der frontotemporale Demenz (FTD) findet ein Abbau der Nervenzellen im Fronto-Temporal-Lappen des Gehirns statt. Dieser befindet sich im Bereich der Stirn und der Schläfen. Die Krankheit tritt oft in relativ jungen Jahren auf.

  • In der Regel zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr.

Es sind aber Fälle bekannt, wo bereits 20-Jährige betroffen sind. Man unterscheidet drei unterschiedliche Formen:

  • Frontotemporale Demenz im engen Sinn
  • Semantische Demenz
  • Primär progressive Aphasie

Wie erkennt man Frontotemporale Demenz

Die FTD ist relativ schwer zu erkennen. Im Anfangsstadium verändert sich die Persönlichkeit des Patienten und das zwischenmenschliche Verhalten ist gestört. Bei betroffene Personen zeigt sich Unkonzentriertheit und Vernachlässigung der Hygiene.

  • Ein häufig auftretendes Symptom ist die Zunahme der Aggressivität.

Es kann aber auch Teilnahmslosigkeit und Taktlosigkeiten beobachtet werden. Im weiteren Verlauf kommt es zu Sprachstörungen die bis zum vollkommenen Verstummen führen können.

Bei der semantischen Demenz und der progressiven Aphasie sind die Sprachstörungen besonders auffällig. Liegt die semantische Variante vor sind die Patienten in der Lage richtig zu sprechen und auch zu schreiben.

Sie haben aber Schwierigkeiten Gegenstände richtig zu bezeichnen und andre Personen zu verstehen. Bei der progressiven Aphasie ist es genau umgekehrt. Es gibt keine Probleme jemanden zu verstehen.

Es gibt aber erhebliche Schwierigkeiten mit dem Sprechen.

Der Wortschatz geht verloren und eine verbale Kommunikation mit der Umwelt wird nahe zu unmöglich.

Das Gedächtnis wird schwächer und lässt nach.

Bei allen drei Formen kommt es mit der Zeit zum Kontrollverlust und Veränderung der Persönlichkeit und des Verhaltens.
Die Diagnose gestaltet sich schwierig, weil die auftretenden Symptome oft anderen psychischen Krankheiten wie Depression oder Burnout zugerechnet werden.
Die Ursachen, die zum Abbau der Nervenzellen führen, sind nicht bekannt. Es gibt daher keine Medikamente um die Krankheit zu heilen.

Die Symptome können einerseits durch Medikamente verringert werden. Anderseits hat sich gezeigt, dass körperliche Aktivitäten und Sport in der Natur oder musizieren und malen sich positiv auf den Gesamtzustand der Betroffenen auswirken können.

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