Gehirwäsche fiktiver Text

Blog-Artikel Gehirnwäsche

„Lukas,“ schreit Stefan, der in dem abgerissenen Bettler seinen ehemaligen Schulfreund erkennt. Lukas stottert: „Stefan, lang ist es her“. Stefan erwidert: “ Eine Ewigkeit, aber jetzt sag mal warum sitzt du hier so am Boden?“. „Ach, das ist eine lange Geschichte“, sagt Lukas „Es ist soviel passiert, soviel schlechtes“. „Na dann, beginn zu erzählen mein alter Freund“, spricht Stefan. „Wie wärs? Ich lade dich auch auf ein Eis ein und du erzählst mir von dir“, sagt Stefan. Die Drei gehen jetzt in die Eisdiele und bestellen sich eine Eiskugel und setzten sich gemeinsam an einen Tisch. „Nun gut“, sagt Lukas „Dann beginne ich am Besten mal ganz am Anfang“. „Also, alles begann als ich dem Verein-XY beitrat, anfangs schien alles in Ordnung. Ich ging auf einige Seminare und habe mich intensiv mit dem Verein auseinandergesetzt. Und damit begann auch schon die Gehirnwäsche. Ich stieg im inneren Rang des Vereins auf, in kurzer Zeit war ich relativ weit oben. Um meine Position zu behalten musste ich in einem Wohnheim von ihnen leben und eine Ausbildung machen. Es war riesig, von Sportplätzen bis hin zu eigenen Restaurants gab es alles, aber es war nicht möglich an die Außenwelt zu gelangen. Es fühlte sich ein bisschen wie ein Internat an. Immer wieder, predigte unser Lehrer davon dass, unser Verein das Beste ist. Nichts ist besser als unser Verein, andere Dinge wie andere Religionen und andere Anischten wurden nicht toleriert. Uns wurde eine, in den Augen des Vereins, richtige Meinung eingetrichtert. Falls man anderer Ansicht war wurde man bestraft, anfangs ganz harmlos wie mit einmal Entschuldigung sagen, aber es wurde immer schlimmer, es ging soweit dass, eine Mitschülerin nach einer Einzelstunde mit blauen Flecken zurückkam. Seitdem hinterfragten die Schüler die Ansichten der Lehrer nicht mehr und nahmen sie einfach bedingungslos an. Mit der Zeit wurde mir bewusst, was eigentlich vor sich ging. Ich erzählte niemanden von der Gehirnwäsche. Eines Tages hatten wir einen Ausflug. Diese Gelegenheit nutzte ich, ich hatte große Angst davor Gewalt ausgesetzt zu werden, falls es scheitert. Doch ich konnte fliehen und seitdem lebe ich untergetaucht und identitätslos in ständiger Angst davor dass sie mich finden und zurückbringen, leider kann ich auch nicht zur Polizei da sie meinen Ausweis und ganzes Hab und Gut beim Anfang der „Ausbildung“ eingesackt haben“ erzählt Lukas. Stefan, der stark bestürzt ist, antwortet: „Du kannst mit zu uns kommen, wir helfen dir von dieser Gehirnwäsche loszukommen, und zurück ins normale Leben zu gelangen“.