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Residenzgarten ® Ghostwriter München Frauen Roman von Evelyn

3. Kapitel – jetzt kostenlos online lesen

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3. Kapitel Frauen Roman von Evelyn

„Sei bloß vorsichtig, die Treppe ist tückisch“, warnt er mich. Nicht, dass ich noch deine verstauchten Knöchel verarzten muss.“ Einen Moment gebe ich mich der Vorstellung hin, er wäre für mich ein genau so fürsorglicher Arzt wie für jeden seiner anderen Patienten. Für diese ganz besondere Zuwendung würde ich sogar freiwillig Schmerzen in Kauf nehmen. Tatsächlich taste ich mich vorsichtig die ungewöhnlich schmale, steile Treppe mit unregelmäßig hohen Stufen und obendrein noch tranfunzeliger Beleuchtung herunter. Nicht ungefährlich für einen Haushalt, in dem kleine Kinder leben, denke ich mir.

Hinter ihm betrete ich einen Lagerraum.

In dem Moment, wo er das Licht einschaltet, sehe ich ein kleines, undefinierbares Etwas über den Fußboden in eine Ecke huschen, kann einen erschrockenen Aufschrei nicht unterdrücken.

„Keine Angst“, beruhigt er mich.

Der Raum ist hell erleuchtet und bald sehen wir auch, was sich da in die Ecke drückt und bestimmt mehr Angst vor uns hat als wir vor ihm haben müssen. Ein kleiner Spatz, der wohl irgendwie durch ein geöffnetes Fenster, eine Tür, hier herein geraten ist und dann keinen Weg mehr nach draußen gefunden hat. Behutsam fangen wir ihn ein.

Robert schließt eine Hintertür auf,

die in einen Teil des Gartens führt, den ich bisher noch nicht gesehen habe. Himmel, wie groß ist dieses Haus und vor allem das dazugehörige Grundstück? Der Spatz ist nach anfänglichem, ängstlichem Zögern längst erleichtert davongeflogen. Ich stehe noch immer und bewundere das Grundstück. Dieser Teil des Gartens wirkt so ganz anders als der gepflegte Teil, in welchem auch die Party stattfindet.

Angenehm verwildert

und naturbelassen zieht er sich den Hang hoch bis zum Waldsaum. Ist es nur Besitzerstolz kombiniert mit meinem offensichtlichen Interesse oder der Hauch eines besonderen Moments, der gerade im Begriff ist, sich anzubahnen? Jedenfalls führt Robert mich zu einer weiteren Tür, schließt diese auf. Wir betreten eine separate, kleine Wohnung, die im Gegensatz zum restlichen Haus, soweit ich es bereits kennen gelernt habe, etwas verwahrlost wirkt. Zwar auf eine rührend altmodische Art möbliert aber unbewohnt eben. Wieder macht sich meine Phantasie selbständig. Wie wäre es, wenn ich hier einziehe? Er könnte dann immer mal kurz vorbei kommen, wenn Martina nichts dagegen hat. Ich sehe uns beide auf dem Bett mit der verschlissenen Tagesdecke und … HALT!

DAS geht jetzt wirklich entschieden zu weit!

Hat er schon länger mit mir gesprochen? Ich kriege nur noch mit, wie er erzählt, dass er noch nicht recht weiß, was er mit dieser Wohnung anfangen soll. Erst mal renovieren, um sie dann zu vermieten oder als Gästewohnung zu nutzen? „Jaaaa, vermiete sie an mich!“, flehe ich in Gedanken. Wir verlassen die Wohnung wieder, er schließt die Tür ab. Ich kann mich noch nicht von diesem Garten lösen.

Eine etwas brüchige, halbhohe Mauer bildet die Grenze zur Straße. Erinnerungen an Kindertage drängen sich mir auf, wo ich über jede Mauer einfach balancieren musste. Entweder meine Mutter oder mein großer Bruder liefen dann aufmerksam, soweit es die Höhe der Mauer zuließ, meine Hand festhaltend, nebenher. Ehe ich so recht weiß, was ich tue, bin ich auf die Mauer geklettert, beginne mit meinem Balanceakt.

Schon ist er an meiner Seite und …

hält tatsächlich meine Hand fest, damit ich Halt habe. So beschützt und gehalten tänzele ich zum Ende und wieder zurück. Wieder handele ich, bevor ich nachgedacht hab, was ich hier tue und springe von der Mauer runter, genau in seine Arme. Er fängt mich auch prompt auf, hält mich eine ganze Weile, ein Stück über dem Boden, fest und geborgen, eng an sich gedrückt. Schaut mich an mit seinen liebevollen, so vertrauten, blauen Augen und in diesem Moment sind wir einfach nur auf eine atemlose, übermütige Weise zusammen und glücklich. Bis … ja, da ist sie wieder, von Weitem, ihre Stimme.

„Schatz, wo bleibst du denn? Unsere Gäste sitzen auf dem Trocknen!“

Wieder spüre ich, wie unkontrollierte Wut in mir hochsteigt. Nicht nur, weil erneut ein schöner Augenblick so schlagartig kaputt ist. Muss sie ihm so einen phantasielosen Kosenamen geben? Schatz, das ist sein Nachname! Kein Kosename! Wie würde ich ihn nennen, wäre er mein Mann? Alles, was sich so allgemein aus Robert machen lässt – Rob, Bob, Robbie, Bobbie oder gar Bert, schlimmer noch, Bertel – scheidet absolut aus. Das klänge wie eine Verhöhnung dieses einzigartigen, wunderbaren Mannes. Für mich ist er mein Fae des Lichts, das denke ich oft, wenn ich meine neue Lieblingsserie gucke. Nur, wer bin dann ich?

Lost Girl?

Verloren bin ich schon, seit ich ihn kenne. Und jetzt bleibt mir gar nichts anderes übrig, als meine Tagträume beiseite zu schieben und ihm bei dem zu helfen, weshalb wir eigentlich in den Keller gegangen sind, Getränke hochschleppen.

Geschafft!

Niemand muss mehr verdursten und auch ich gönne mir ein großes Glas Orangensaft. Inzwischen wird auch getanzt und – Gentleman, der er ist – fordert Robert mich zum Tanz auf. Jedoch tanzen wir nur die schnellen Tänze, wirbeln ausgelassen zusammen herum. Jetzt ein langsames Schmusestück, bei dem ich ganz eng mit ihm tanzen kann. Seine Hand um meine Hüfte, mein Kopf, der auf seine Schulter sinkt, während wir uns kam noch bewegen, nur noch langsam hin und her treten.

Doch diese Tänze bleiben seiner Frau vorbehalten.

Wieder einmal frage ich mich, warum sie nur so nett sein muss, warum sie kein verachtenswerten – na eben, Miststück – sein kann. Nach Lage der Dinge bin wohl eher ich das Miststück, weil ich danach lechze, ihr diesen wunderbaren Mann auszuspannen. Ich bin die, die nie mehr von ihm haben wird, als unsere gemeinsame Arbeit, für die er mich vorhin erst vorm Chefarzt als „meine beste Mitarbeiterin“ gelobt hat.

Das ist das Einzige,

was ich für ihn tun kann, tun darf, ihm eine verlässliche Assistentin sein. Nur, wie soll ich das weiterhin schaffen, so, wie meine Gefühle für ihn verrücktspielen? Wäre es besser, ich würde in ein anderes Krankenhaus, eine Privatpraxis wechseln, am besten gleich die Stadt, das Land verlassen, um ihn dann nie wieder zu sehen?

Für heute weiß ich,

dass ich mir das nicht länger antun kann. Da es grob unhöflich wäre, ohne Abschied zu verschwinden, gehe ich ein letztes Mal zu ihm und seiner Frau, die soeben wieder einen gemeinsamen Tanz beendet haben. Ich bedanke mich für die Einladung, den schönen Abend. Er scheint ehrlich zu bedauern, dass ich schon gehen will, bedankt sich seinerseits, dass ich gekommen bin und für das so gut passende Geschenk.

„Bis Montag dann im Krankenhaus“, sind seine letzten Worte.

Martina begleitet mich zur Tür, verabschiedet mich genau so freundlich, wie sie mich auch begrüßt hat. Ahnt sie wirklich nichts von meinen Gefühlen, oder lässt sie sich nur nichts anmerken? Sternchen hat sich zu uns gesellt. „Na, willst du noch eine Runde Gassi gehen?“, fragt ihr Frauchen. So laufen wir noch gemeinsam bis zu meinem Auto, wo ich mich endgültig mit einem letzten Kraulen auch von Sternchen verabschiede, einsteige und losfahre.

Wohin jetzt?

Ich bin noch viel zu aufgewühlt, um nach Hause zu fahren, dort allein herum zu sitzen, mit meinem faulen, verfressenen, schwarzweißen Kater Carlo als einzige Gesellschaft. Doch, um diese Zeit müsste Hein noch im Restaurant sein. Hein, der einzige Mann, der an Robert heran reicht und auch den gleichen „Schönheitsfehler“ hat. Er ist ebenfalls kein Mann für mich zum heiraten, er ist…

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