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Residenzgarten ® Ghostwriter München Frauen Roman von Evelyn

4. Kapitel – jetzt kostenlos online lesen

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Eigentlich privat ( Residenzgarten ® eBook ) 

4. Kapitel Frauen Roman von Evelyn

Hein, der einzige Mann, der an Robert heran reicht und auch den gleichen „Schönheitsfehler“ hat. Er ist ebenfalls kein Mann für mich zum heiraten, er ist mein großer Bruder!

Der wahrscheinlich beste Bruder der Welt

Kaum zu glauben, wie viele Gemeinsamkeiten Hein und Robert haben. Auch mein Bruder wird in diesem Jahr noch seinen 40. Geburtstag feiern. Auch er hat diese ganz besondere Ausstrahlung, die bewirkt, dass man sich in seiner Nähe einfach nur wohl fühlt, ihm vorbehaltlos vertraut. Auch er ist allzeit hilfsbereit, hat für jeden ein offenes Ohr. Und, wenn auch auf eine ganz andere Art, sieht Hein ebenso betörend gut aus wie Robert.

Genügend Unterschiede haben die beiden natürlich ebenfalls. Robert ist nur knapp größer als ich mit meinen 1,73m, Hein hingegen kurz vor laufendem Doppelmeter. Und während Robert blond und blauäugig ist, ist Hein eher ein dunkler Typ. Und er ist natürlich kein Arzt sondern Koch, Chef de Cuisine immerhin, aktuell im „Fischerstübchen“ beschäftigt.

Von Kindheit an

hatten wir einen ganz besonderen Draht zueinander. Nie hat er mich als lästige, kleine Schwester behandelt, obwohl ich, sobald ich laufen konnte, beharrlich hinter ihm her dackelte, ständig in seiner Nähe war. Er war der, der mir beibrachte, auf Bäume zu klettern, Fußball zu spielen und nicht nur Fahrrad, später dann Mofa, zu fahren, sondern es auch zu reparieren. Er überwachte geduldig meine ersten Schwimmversuche.

Er half mir,

mich gegen fiese Mitschüler zu verteidigen. Er rettete mit mir zusammen diesen verwahrlosten, hässlichen, alten Köter vor seinem versoffenen Besitzer und setzte unseren Eltern gegenüber durch, dass wir ihn behalten durften. Zu ihm krabbelte ich nachts ins Bett, wenn ich mich wegen der Monster, die unterm Bett und in den Schatten hinterm Schrank lauerten, ängstigte und unsere Eltern mich mit einem: „Da ist doch nichts, wovor du dich fürchten musst“, wieder zurück in mein Bett geschickt hatten. Er tröstete mich über meine erste, große, unerwiderte Liebe hinweg. Den älteren Jungen aus dem Reitverein, der bereits Turniererfolge einheimste. Für den ich als Reitanfängerin, die nur einmal pro Woche zur Reitstunde auf Schulpferden kam, wohl unter seiner Würde war.

Er half mir

bei meinen Mathehausaufgaben, bzw. erledigte diese gleich ganz für mich, weil der Umgang mit Zahlen für mich bis heute ein Mysterium ist. Erklär mir zum hundertsten Mal einen Dreisatz und ich hab es nach spätestens fünf Minuten wieder vergessen. Dyskalkulie, vermute ich, auch wenn ich nie darauf getestet wurde.  Um ihn beneideten mich sämtliche Mitschülerinnen, deren große Brüder samt und sonders so ätzend waren, dass sie diese am liebsten zum Mond geschossen hätten. Und Hein ist noch heute mein Rettungsanker, wenn ich allein nicht weiter weiß.

Zu ihm fahre ich

auch jetzt, nachdem ich Roberts Party verlassen habe. Lächelnd erinnere ich mich daran, dass es für mich keineswegs leicht war, zu erleben, dass er natürlich Schlag bei Frauen hat. Hab ich doch als kleines Mädchen steif und fest behauptet, dass ich Hein heirate, wenn ich mal groß bin. Groß genug inzwischen, um zu begreifen, wie ausgeschlossen das ist. Seine erste, so richtig feste Freundin damals, Himmel, war ich eifersüchtig auf Kirsten! Die war mal ganz sicher nichts für ihn. Kirsten, die Mathematikstudentin. Allein das wäre für mich als Dyskalkulikerin schon ein K.O.-Kriterium gewesen.

Natürlich war sie nett,

aber mehr so herablassend nett. Bei ihr fühlte es sich immer so an wie: „Schau nur, wie lieb und geduldig ich mich mit dir befasse, obwohl ich was Besseres bin und du weit unter meinem Niveau.“ Ja, das war sie, was Besseres. Obwohl sie auch bloß aus einer ganz normalen Durchschnittsfamilie kam, kehrte sie stets die verwöhnte Prinzessin raus, für die selbst das Beste nur gerade eben so gut genug ist. Irgendwann hat Hein das dann auch eingesehen und Schluss war mit Miss Ich-bin-klüger-und-besser-als-du-dabei-aber-zu-blöd-meine-Wäsche-selbst-zu-waschen.

Aktuell

ist er mit Margitta zusammen. Margitta, die nach mehreren schweren Schicksalsschlägen bereits mit 46 in Frührente ist. Allen Widrigkeiten ihres Lebens zum Trotz hat sie sich ihren Humor und ihre zupackende Art bewahrt. Um ihre Rente aufzubessern, hilft sie regelmäßig bei Hein in der Küche aus, wenn’s „mal wieder brennt“. Margitta ist so richtig nett-nett, sodass ich ihr meinen Bruder fast ohne Eifersucht überlassen kann.

Ich ziehe mich

mit der Schüssel in den kleinen Aufenthaltsraum neben der Küche zurück, fange an zu löffeln. Zartes Zitronenmousse zergeht auf meiner Zunge. Hmmm, köstlich. Ich schließe die Augen, gebe mich ganz dem anscheinend einzigen Genuss hin, der mir vergönnt ist. Wie gut es doch ist, einen Koch als Bruder zu haben. Denn bei Liebeskummer ist Essen die beste Medizin. Dabei sind Hein und ich in Sachen Essen durchaus unterschiedlicher Meinung.

„Du mit deiner ewigen Pizza“,

zieht er mich stets auf. Worauf ich kontere, dass Pizza ein Grundnahrungsmittel ist. Für mich trifft das allemal zu. Ich koche ausgesprochen ungern und für mich allein schon mal gar nicht. Was geht schneller und einfacher, wenn man völlig geschafft von der Arbeit kommt als Ofen an, Tiefkühlfach auf, Pizza raus, Pizza in Ofen und, nachdem man die Backzeit genutzt hat, um fix zu duschen, heiß und knusprig genießen? Wenn ich mal was anderes, hochwertigeres essen will, dann brauche ich bloß durch die Hintertür zu Hein in die Küche zu kommen. Er hat mir garantiert immer was Leckeres zu bieten.

Hein ist fertig

mit der Arbeit und ich habe die Schüssel mit dem Zitronenmousse blitzblank ausgeschleckt. Hein zieht sich um, fragt grinsend: „Zu dir oder zu mir?“

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