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Residenzgarten ® Ghostwriter München Frauen Roman von Evelyn

5. Kapitel – jetzt kostenlos online lesen

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Eigentlich privat ( Residenzgarten ® eBook ) 

5. Kapitel Frauen Roman von Evelyn

Hein zieht sich um, fragt grinsend: „Zu dir oder zu mir?“

„Margitta wartet doch bestimmt auf dich. Also lieber zu dir. Hoffentlich stört es sie nicht, wenn du mich anschleppst, damit ich mich bei dir ausheule.“

„Ach Quatsch, Gitta doch nicht. Im Gegenteil, dann hast du gleich zwei, die dich in den Arm nehmen und trösten können.“

Da wir beide mit dem Auto da sind, fahre ich hinter ihm her. Gitta ist tatsächlich weder verwundert noch verärgert, dass Hein mich im Schlepptau hat. Hein ist ohnehin schon in das Drama meiner verbotenen Liebe zu Robert eingeweiht, Gitta immerhin in groben Zügen.

Hein gönnt sich ein Feierabendbier, Gitta bietet mir Wein an. Ich überlege kurz. Ja, Carlo hat noch genug Trockenfutter im Napf, der wird bis morgen nicht verhungern. Dienst habe ich morgen nicht, es ist Wochenende. Folglich muss ich nicht mehr nach Hause fahren, ist es egal, wenn ich mir einen zwitschere und bei meinem Bruder und seiner Freundin auf dem Sofa einpenne.

So erfahren die beiden, während nicht nur eine, sondern zwei Flaschen Wein dran glauben müssen, alles über die so wunderbar gelungen-misslungene Party im Hause des Dr. Robert Schatz.

Kaffeeduft

weckt mich am nächsten Morgen. Gitta ist dabei, den Frühstückstisch zu decken und Hein – erfahre ich – ist soeben beim Bäcker, Brötchen holen. Gähnend und verschlafen rappele ich mich vom Sofa hoch, richte mich im Bad so gut es geht wieder menschlich her. Werde bei der ersten Tasse starken Kaffees endlich halbwegs munter. Keine Ahnung, wie lange wir gestern noch geredet und getrunken haben, bis mich die Müdigkeit übermannte und Hein mich fürsorglich mit einer warmen Steppdecke zugedeckt hat. Gemeinsam frühstücken wir, lange und ausgiebig. Über den Tisch hinweg sieht Hein mich forschend an. „Na, geht’s denn wieder?“, fragt er.

„Muss ja“, erwidere ich gewohnheitsmäßig.

Ich helfe noch, den Tisch abzuräumen, dann mache ich mich vom Acker. So viel haben die beiden ja, grad am Wochenende, wo im Restaurant immer viel zu tun ist, auch nicht voneinander. Da muss ich ihnen nicht auch noch die Zeit stehlen. Immerhin fühle ich mich schon viel besser, nachdem ich bei Hein gewesen bin. Wenigstens ein Mann wird zu Hause auf mich warten, selbst wenn es nur mein Kater ist. Und selbst, wenn er auf den frisch gefüllten Fressnapf und sein gesäubertes Katzenklo sehnsüchtiger wartet als auf mich.

Ich komme zu Hause an,

schließe die Tür auf. Carlo streicht vorwurfsvoll mauzend um meine Beine. „Ja, ja, ist ja schon gut, du alter Fresssack“, beschwichtige ich ihn, zur Futterdose und zum Dosenöffner greifend, ihm schließlich die Fleischbröckchen in seinen Napf löffelnd. Katze satt, ich satt und auch ganz gut getröstet. Sonst steht nichts an, keine Verpflichtungen, also, ab aufs Sofa, Füße hoch, mal gucken, was das Fernsehprogramm hergibt. 

Nach kurzer Zeit

schalte ich den Fernseher frustriert wieder aus. Wie kann es nur sein, dass entweder auf mehreren Kanälen gleichzeitig etwas läuft, was man gern sehen würde, oder eben – wie just in diesem Moment – rein gar nichts, was auch nur annähernd sehenswert ist. Was mache ich stattdessen? Margittas Rat von letzte Nacht fällt mir wieder ein: „Schreib alles auf, was dir durch den Kopf geht, was dich belastet. Es muss ja kein schriftstellerisches Meisterwerk werden und es muss niemand außer dir je lesen. Aber es wird dir helfen, wieder mit dir selbst ins Reine zu kommen.“

Ja, warum eigentlich nicht? Ich greife zum Stift und zum Collegeblock, schreibe schon mal eine Überschrift:

Wer ich bin und warum ich das hier schreibe

Also, eigentlich ist alles, was ich mir hier von der Seele schreiben will, privat. Nicht dafür bestimmt, von allen und jedem gelesen zu werden. Aber ich muss schreiben, einmal all meine wirren Gedanken und Gefühle in klare Worte fassen. Klar, ich kann auch darüber reden, aber das ist nicht dasselbe. Und wer weiß, sollte ich je soweit kommen, dass ich einen Seelenklempner brauche, dann hat der mit meinen Aufzeichnungen schon mal eine Menge Material, mit dem er arbeiten kann. Oder irgendwann in einer fernen, fernen Zukunft ordnet Wer-auch-immer meinen Nachlass und wundert sich, worüber die tüttelige Alte sich mal den Kopf zerbrochen hat. Aufschreiben kann tückisch sein. Das musste ich erfahren, als ich 20 Jahre jünger war und seinerzeit Tagebuch geführt habe.

All meine Teenagersehnsüchte

und Probleme zu Papier gebracht. Bis meiner Mutter das Tagebuch in die Finger fiel und sie meine Privatsphäre nicht respektierte, einfach alles gelesen hat. Seitdem traue ich schriftlichen Aufzeichnungen nicht mehr. Aber wer sollte in meine einsame Wohnung kommen und lesen, was nur für mich bestimmt ist?

Womit soll ich anfangen,

damit alles einen logischen Sinn ergibt? Am besten damit, wer ich überhaupt bin, wie ich mich sehe, wie mich die anderen sehen.

Mein Name

ist Evelyn Krieger. Zu Beginn dieser Aufzeichnungen 35 Jahre jung, 1,73m groß. Obwohl ich immerhin mäßig Sport treibe und berufsbeding ja auch nicht nur faul herumsitze, will sich bei mir einfach keine vernünftige Figur einstellen. Ich selbst empfinde mich als unspektakulär, durchschnittlich, sehe in mir nichts Besonderes.

Von Beruf bin ich Krankenschwester.

Ja, ich weiß, im modernen Sprachgebrauch heißt es Gesundheits- und Krankenpfleger. Zu der Zeit, wo ich meine Ausbildung machte, sagte man noch Krankenschwester. Und dabei bleibe ich und bin stolz darauf. Immerhin, heutzutage repariert ja auch nicht mehr der KFZ-Mechaniker mein Auto sondern der Mechatroniker. Wie der sich nennt, ist mir herzlich egal, Hauptsache, er macht einen guten Job.

Ich denke,

ich kann von mir behaupten, einen guten Job zu machen. Bei den Patienten, den Kolleginnen und Kollegen und den Ärzten bin ich gleichermaßen beliebt. Ich kümmere mich um jeden, helfe, wo immer ich gebraucht werde und das keineswegs nur berufsbedingt. Obwohl ich mit und für Menschen arbeite, fast alle mich mögen, mir vertrauen, sich in meiner Gegenwart wohl fühlen, bin ich im Grunde meines Herzens Einzelgängerin.

So richtig gute,

beste, allerbeste Freunde habe ich nicht und sie fehlen mir auch nicht. Tatsächlich gibt es nur einen Menschen, den ich aufrichtig liebe, der mir alles bedeutet: Mein großer Bruder Hein.  Aber, seit neuestem stimmt das so nicht mehr. Denn inzwischen gibt es einen zweiten Menschen, den ich weder aus meinem Kopf noch aus meinem Herzen bekomme. Der, wegen dem ich angefangen habe, das alles hier aufzuschreiben. Er…

Der neue Arzt

Im Krankenhaus werden die Köpfe zusammengesteckt, es wird getratscht und spekuliert. Sätze fliegen hin und her wie: „Hast du schon gehört? Wir sollen einen neuen Arzt kriegen?“

„Ja, Allgemeinchirurg ist der.“

„Wo kommt der denn her?“

„Soweit ich weiß, direkt aus Afrika. Er soll dort für einen Hilfsorganisation gearbeitet haben, zieht jetzt aber aus familiären Gründen zurück nach Deutschland.“

„Seine Frau soll ja auch Ärztin sein. Die hat ihn sogar begleitet, samt ihren Kindern.“

„Bin mal gespannt, wie der so ist und wann er jetzt hier anfängt.“

„Ich hab gehört, er soll jung und verdammt gutaussehend sein.“

„Mensch, der ist doch verheiratet! Den kriegst du eh nicht mehr!“

„Na und, ist ein Grund, aber kein Hindernis.“

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