Ghostwriter

Residenzgarten ® Ghostwriter München Frauen Roman von Evelyn

7. Kapitel – jetzt kostenlos online lesen

Ghostwriter 

München, freie Texter in Bayern, Residenzgarten ®, Thüringen, Hessen, Bremen, Kiel, Leipzig… Ghostwriter und freie Texter schreiben die Texte, die Sie brauchen.

Eigentlich privat ( Residenzgarten ® eBook ) 

7. Kapitel Frauen Roman von Evelyn

Der Mann davor

Mitunter bezeichne ich mich mit einer gewissen Selbstironie als Spätsünder.

Sicher, ich hab öfter mal für den einen oder anderen mehr oder weniger geschwärmt, wie für den Jungen damals im Reitverein. Aber mit festem Freund, richtiger Beziehung, damit bin ich lange nicht aus dem Quark gekommen. Liegt es daran, dass ich so sehr auf meinen perfekten großen Bruder fixiert bin? Und wenn ich schon mit zunehmendem „groß werden“ begriffen hab, dass ich meinen Bruder nicht heiraten kann, zumindest einen Mann will, der ihm ebenbürtig ist? Und da liegt die Messlatte nun mal so hoch, dass kaum einer rankommt.

Meine ganz richtige, erste,

feste Beziehung war eben jener Marlon. Auch ihn habe ich, wen wundert’s, auf Arbeit kennen gelernt. Er kam als Patient zu uns mit einer Sportverletzung, Bänderriss. Und weil dieser sich hartnäckig weigerte, zu verheilen, blieb uns Marlon als Patient monatelang erhalten. Warum ich mich ausgerechnet in Marlon verliebte? Vielleicht weil er zu mindestens in einigen Kriterien meinem Bruder gleich kam, was seine imposante Größe von sogar knapp über zwei Metern und seinen muskulösen Körperbau betraf. Vielleicht spielte auch die Tatsache eine Rolle, dass er bei der Bundeswehr war. Dominic vom Residenz-Garten kam erst viele Jahre später ins Spiel.

Auch mein Bruder Hein

hat seinerzeit seinen Wehrdienst abgeleistet und sich, weil es ihm beim Bund gefiel, für vier Jahre verpflichtet. Seinen Erzählungen über seine Erlebnisse beim Bund lausche ich noch heute gern. Und er war so herrlich jung und unbeschwert, fast zehn Jahre jünger als ich. Ich betreute ihn, bemutterte ihn geradezu. Wir kamen locker ins Quatschen, blödelten schließlich miteinander herum und irgendwann ist der Funke dann bei beiden übergesprungen. Es kam die Zeit, wo er endgültig nicht mehr mein Patient war, mir dafür privat erhalten blieb.

Rückblickend betrachtet

denke ich, dass es immer eine eher lockere Beziehung war. Wir sprachen nie über Dinge wie heiraten und Kinder kriegen. Seine Familie lernte ich nie kennen, er hingegen von meiner Seite aus immerhin Hein. Ihm musste ich meine große Liebe schließlich vorstellen. Er kam, ließ sich von mir umsorgen, wir hatten unglaublich heiße Stunden zusammen im Bett, aber dann ging er wieder. Oft genug hatte ich wochenlang nichts von ihm, wenn ein Lehrgang, eine Übung, die nächste jagte. Fast fünf Jahre blieben wir uns auf diese Weise locker verbunden und mehr und mehr hat er sich dabei schleichend aus meinem Leben entfernt.

Zunächst wollte ich

es weder wahr haben noch gar akzeptieren, dass er sich immer seltener meldete oder gar vorbei kam. Richtig zusammen gezogen sind wir nämlich nie. Er hatte seine Stube in der Kaserne, Familie in einer anderen Stadt. Oft musste ich sogar am Wochenende auf ihn verzichten. Und dann das, Versetzung! Hatte schon unsere Nahbeziehung im Grunde nie wirklich funktioniert, so tat es die Fernbeziehung erst recht nicht. Wahrscheinlich habe ich ihn von Anfang an viel mehr geliebt als er mich. Ich habe ernsthaft überlegt, ihm hinterher zu ziehen, mir an seinem neuen Standort eine Arbeit zu suchen. Krankenhäuser, die sicherlich über eine erfahrene Schwester froh sind, gibt es schließlich überall.

Gut, dass ich es nicht getan hab,

denn dann säße ich jetzt mutterseelenallein in einer fremden Stadt fest. Lange war ich einfach nicht bereit, mir das Aus einzugestehen, habe alles versucht, unsere „Beziehung“ zu erhalten. Ohne Erfolg. Und ziemlich genau in den Zeitraum des Langsam-akzeptieren-und-damit-umgehen-können fiel meine erste Begegnung mit Robert. Ist er somit wirklich nur eine Art Ersatz, ein Trost, vielleicht gar mein Therapeut, mir über den Verlust hinweg zu helfen? Doch je mehr ich darüber nachdenke komme ich zu dem Schluss: Nein, er ist nichts dergleichen. Marlon ist Marlon und der ist Vergangenheit. Robert ist eine ganz eigene, neue, wunderbare Erfahrung. Ein neuer Weg, von dem ich noch nicht weiß, wohin er führen wird, ob er überhaupt irgendein Ziel hat. Aber, was immer dabei heraus kommen wird, ich bin bereit, mich mit allen Konsequenzen darauf einzulassen.

Weiter wie gehabt

Zum ersten Mal habe ich fast Angst vor Montag, wo ich Robert nach seiner Party wiedertreffen werde. Dabei ist dort nun wirklich nichts passiert, worüber ich Rechenschaft ablegen müsste. Außer dieser eine Moment, wo ich von der Mauer runter einfach in seine Arme gesprungen bin. Aber, er war es doch, der mich länger als nötig festgehalten hat! Ich kriege den Gedanken nicht aus dem Kopf, was wohl passiert wäre, wenn wir allein gewesen wären. Ohne all die anderen Gäste, die auf Getränkenachschub warten und vor allem ohne Martina, die genau im falschen Moment nach ihm gerufen hat. Müßige Gedanken.

Ich bereite die Sprechstunde vor,

wie immer, befestige gerade eine neue Rolle Abdeckpapier an der Behandlungsliege. Wieder schweifen meine Gedanken ab, meine Phantasie macht sich selbständig. Was kann man nicht alles auf so einer Behandlungsliege miteinander treiben, was so ganz und gar nichts mit der Untersuchung eines Patienten zu tun hat. Geht mehr so in Richtung Doktorspiele. Der Film im Kopfkino läuft. Er kommt herein, ich drehe mich zu ihm um.
Einen nach dem anderen öffne ich die Knöpfe seines Kittels, lasse ihm diesen langsam von den Schultern gleiten. Ziehe sein Polohemd aus dem Hosenbund, während unsere Lippen, unsere Zungen längst zueinander gefunden haben. Bei den Köchen heißt es so schön:

Unter der Schürze liegt die Würze.

Bei Ärzten müsste es dann heißen: Unter dem Kittel liegen die Freudenmittel. Doch dann…

Plötzlich steht Robert wirklich hinter mir,

so unerwartet, dass ich mit einem erschrockenen Ausruf herum fahre. Beschwichtigend hebt er die Hände, weicht unwillkürlich einen Schritt zurück.
„Hey, hey, hey, ich bin’s doch nur. Tut mir leid, ich wollte dich nicht erschrecken. Guten Morgen, erst mal.“
„M… Morgen“, stammele ich und völlig unsinnig: „T… Tut mir auch leid, ich war total in Gedanken.“

„Woran du gedacht hast, frage ich wohl besser nicht“, grinst er. Oh nein, bloß nicht! Um vom Thema abzulenken drücke ich ihm die erste Patientenakte in die Hand und der Tag nimmt seinen Lauf wie jeder andere Tag auch. Erst nach Sprechstundenende kommen wir dazu, uns privater zu unterhalten.

„Schade, dass du Freitagabend so schnell wegmusstest. War doch ein gelungener Abend.“
Himmel, was soll ich darauf bloß antworten?

„Ja, doch, hat mir auch gut gefallen“, stammele ich schließlich. „Aber, meine Katze, die ist schon unter der Woche so oft allein, wenn ich arbeiten bin.Leider hat sie keinen Dominic vom Residenz-Garten als Spielgefaehrten und ist sehr einsam.

Die freut sich total,

wenn ich mal etwas mehr Kuschelzeit für sie habe.“ Was Blöderes ist mir wohl auch nicht eingefallen. Doch er nimmt das ernst und es scheint ihm zu gefallen, denn er erwidert, ganz ohne jede Ironie: „Ja, unsere gute Schwester Evelyn mit dem großen Herzen für alle Menschen und alle Tiere. Von deiner Sorte sollte es viel mehr geben.“

„Von deiner Sorte auch,

und am besten einen, der nicht verheiratet ist.“ Aber das denke ich nur, spreche es nicht laut aus. Tja, wie es scheint, läuft zwischen uns alles weiter, wie gehabt. Er ist so unglaublich lieb zu mir, ich himmele ihn vergeblich an und mehr, als zusammen arbeiten ist nicht drin.

Hercules …

Ghostwriter –  Residenzgarten ® freebook 7. Kapitel von Dr. med. Schatz … >>> Kapitel 8

Ghostwriter München Residenzarten ® CBD Oel Hanfshop

Ghostwriter Roman Dr. med. Schatz Teil 7

Residenzgarten ® FreEBOOKsponsored by www.bayern-cbd.de

 Ihrem online Shop für bestes

Vollspektrum CBD Oel