Texter – Leseprobe

Berufsbild Tierhändler-Tierzüchter

Der Tierhandel in Deutschland erfreut sich seit jeher großer Beliebtheit. Waren es früher fast ausschließlich Nutztiere, die gehandelt wurden, so kann man heutzutage fast alles kaufen, was das Herz begehrt. Vom niedlichen Hundewelpen über den sprechenden Papagei bis hin zum gefährlichen Skorpion mit seinem Giftstachel. Doch wer sind die Tierzüchter dahinter? Wer die Händler?

Wie wird man Tierhändler, wie kann man ein gesetzeskonformer Züchter werden?

Auf diese Fragen soll im Folgenden näher eingegangen werden.
Mit Tieren handeln ist jedem erlaubt, wenn es sich um Tiere handelt, die gehandelt werden dürfen. Dieser banal klingende Satz hat es aber durchaus in sich. Gebräuchliche Haustiere wie Hunde und Katzen, aber auch Nachzuchten von Aquarienfischen beispielsweise können sowohl privat als auch gewerblich gehandelt werden. Wichtig ist dabei die Einhaltung und Beachtung des Washingtoner Artenschutzabkommens von 1973 mit all seinen Beschränkungen, auf die hier jedoch nicht im Einzelnen eingegangen werden kann und soll. Stark reglementiert sind verständlicherweise Handel und Haltung von gefährlichen Raubtieren wie Großkatzen.

Die private Abgabe von kleineren Mengen eigener Nachzuchten ist in der Regel ohne Weiteres erlaubt, doch der Tierhandel im gewerblichen Bereich erfordert einen Nachweis der Sachkunde nach §11 TierSchG für den jeweiligen Tierbereich, so darf beispielsweise ein Sachkundiger im Bereich Hunde keine Terrarientiere wie Echsen verkaufen. Die Kosten hierfür sind je nach Bundesland unterschiedlich.

Es gibt auch Ausbildungsberufe wie etwa Zoofachhändler/in, hier wird im Zuge der Ausbildung der Sachkundenachweis erworben. Für den Handel mit Tieren in größerem Umfang ist ein Gewerbe bei der Wohnortgemeinde anzumelden.

Ähnliches gilt für denjenigen, der z. B. Hunde in der Absicht hält, diese zu vermehren und anschließend zu veräußern.

Der wird automatisch zum Züchter, für den wiederum ähnliche gesetzliche Bestimmungen zum Tragen kommen.

So werden auch hier Sachkundenachweise bzw. Berufsabschlüsse, welche die jeweilige Sachkunde beinhalten, gefordert. Ebenso ist auch hier ein Gewerbe anzumelden.

Ein Schulabschluss oder Studium ist dabei für beide Gruppen nicht erforderlich.

Alle Angaben ohne Gewähr

Texter Marion Schanné